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Willkommen auf The Lone Hiker!

Ich bin begeisterter Hiker und Trekker und gemeinsam mit einem Freund überlege ich, den Pacific Crest Trail (PCT) als Thru-Hike anzugehen. Zur Zeit bin ich dabei, meine Ausrüstung entsprechend anzupassen und bin fleißig am Recherchieren, Planen und Testen. Hier dokumentiere ich meine Resultate und besten Tipps, vielleicht helfen sie ja dem einen oder anderen von Euch, bringen Euch auf neue Ideen oder sparen Euch einfach etwas Zeit. Viel Spaß, wir sehen uns draußen! Alex



Rucksack Osprey Exos 58

Den Osprey Exos 58 habe ich mir  zwischen den Feiertagen gegönnt und seitdem schon auf einigen Mehrtagestouren getestet. Bisher bin ich äußerst zufrieden. 

 

Der Osprey ist ein ultraleichter Rucksack für lange Strecken. Mit 58 Litern Volumen ist er groß genug für mehrtätige Touren und Thru-Hikes und mit 1,1 kg Gewicht noch gerade im Ultraleicht-Bereich.

Trotz des geringen Gewichtes hat er ein integriertes Tragegestell mit Mesh-Rückensystem, wodurch der Rucksack stets einige Zentimeter vom Rücken entfernt ist und nichts unangenehm in den selbigen drücken kann. Die Belüftung ist dadurch auch hervorragend; bei den Wintertouren war es mir fast ein wenig zu zugig und kühl am Rücken, aber im Sommer ist man sicher froh darum.   

Was bei Ultraleicht-Rucksäcken stets ein wenig kritisch ist, ist die Polsterung an Hüfte und Schultern. Ein ultraleichter Rucksack ist einfach nicht dafür gedacht, 30 Kilogramm Expeditionsgepäck zu transportieren, der Osprey macht hier keine Ausnahme. Die maximal empfohlene Last liegt bei etwa 14 kg, was ich auch aus meinen Erfahrungen so einschätzen würde. Auf der ersten Tour mit dem Osprey hatte ich eine komplette Winterausrüstung dabei und Essen für etwa 5 Tage und kam so auf 18 kg Startgewicht. Es war kein großes Problem, mit fest zugezogenem Hüftgurt und regelmäßigen Neujustierungen  kam ich den ersten Tag ganz gut zurecht, aber richtig bequem war es nicht. Auch hatte ich am Ende des zweiten Tages einige kleinere Scheuerstellen an der Hüfte. Mit abnehmendem Gewicht wurde das Problem aber geringer und auf der zweiten Tour habe ich dann auch nur knapp 13 kg mitgenommen und schon war der Osprey mein bester Freund! Bei diesem Gewicht ist er einfach nur bequem und praktisch und kann uneingeschränkt empfohlen werden.

Wo sonst spart er noch Gewicht gegenüber schwereren Rucksäcken ein? Alle Schnallen und Riemen, sowie das Textil selbst sind relativ dünn ausgelegt, jedoch habe ich nicht das Gefühl, dass bei ordentlichem Umgang mit dem Material dadurch Probleme enstehen sollten. Sollbruchstellen im klassischen Sinne konnte ich keine entdecken. Bei der Beladung sollte man allerdings etwas auf die äußere Form achten, sonst kann das gute Stück schon etwas nach einer krummen Kartoffel aussehen.

Sehr schön sind die großen Mesh-Fächer an den Seiten und hinten: nasse Kleidung, Außernzelt, Footprint, Handtuch oder was auch immer bekommt man dort schön unter.
Regen und schmelzenden Schnee hielt der Osprey gut ab, bei stärkerem Regen habe ich dennoch eine Regenhülle übergezogen. Ob diese wirklich nötig war, weiß ich nicht sicher, aber ich wollte bei den kalten Temperaturen lieber keinen Wassereinbruch riskieren. Im Sommer werde ich den Rucksack sicher auch ohne Schutzhülle testen.

Ein Trinkblasenfach und die entsprechenden Durchlässe gibt es sowie an den Hüftgurten verschließbare Fächer sowie Meshfächer an den Schultergurten. Auch Stow-on-the-Go Besfestigungen für Trekkingstöcke, eine Eisaxtschlaufe und eine integrierte Notpfeife gibt es.  Praktisch und durchdacht ist der Rucksack allemal.    

Schön ist auch, dass man den oberen Teil abnehmen und den Rucksack dann mit einer integrierten FlapJacket-Abdeckung verschließen kann und dadurch einen schön leichten und handlichen Tagesrucksack bekommt.   

Das klingt jetzt alles nach viel Lobhudelei, aber viel negatives finde ich wirklich nicht am Osprey. Die unförmige Gestalt bei unbedachtem Packen stört mich nicht wirklich, und dass das Hauptfach nur eine schmale Einschubtasche zum Ordnen des Inhalts hat, finde ich auch nicht tragisch. Etwas genervt hat mich bei einer Tour ein permanentes Quietschen zwischen Rucksack und Tragegestell, aber ich bin optimistisch, dies mit besserer Beladung und/ oder einigen Kilometern mehr Einlaufzeit in den Griff zu bekommen.

Sollte der Rucksack auseinanderfallen oder explodieren, werde ich den Erfahrungsbericht hier gerne ergänzen, aber bisher kann ich den Exos 58 nur allen empfehlen.

 

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Letzte Änderung am Freitag, 11 März 2016 18:22
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